Spenden aus unseren Förderkampagnen gehen an diejenigen Initiativen und Organisationen, die besonders wirkungsvoll und besonders bedroht sind. Dazu stützen wir uns auf Datenerhebungen des Atlas Resilient:Ost und stehen im laufenden Austausch mit Expert:innen und Akteur:innen aus den Regionen. Die laufenden Kosten des Fonds sollen separat finanziert werden. Für Spender:innen ist deshalb klar: Geld, das wir für bedrohte Vereine und Initiativen einwerben, kommt zu 100% dort an, wo es gebraucht wird und wirkt.
Wir unterstützen Organisationen und Initiativen, die sich vor Ort für Demokratie, Menschenrechte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine offene Gesellschaft einsetzen und deren Arbeit finanziell unter Druck gerät. Dazu können zum Beispiel Jugend- und Kulturzentren, Beratungsstellen, Bildungsangebote oder zivilgesellschaftliche Netzwerke gehören.
Wenn demokratische Arbeit durch den Wegfall oder die Kürzung wichtiger Finanzierung gefährdet wird. Entscheidend ist für uns nicht nur, dass Geld fehlt, sondern auch, warum eine Organisation unter Druck gerät, welche gesellschaftliche Arbeit dadurch gefährdet ist und welche Perspektiven es für eine Weiterführung der Arbeit gibt.
Nein. Der Fonds soll möglichst handeln, bevor Strukturen verloren gehen, Mitarbeitende entlassen werden müssen oder eine Organisation ihre Arbeit einstellen muss. Denn wenn eine Initiative nur noch um ihre eigene Existenz kämpft, fehlen ihr Zeit und Kraft für ihre eigentliche Aufgabe.
Nein. Der Fonds soll deutschlandweit agieren. Aufgrund der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist die Dringlichkeit, zivilgesellschaftliche Arbeit abzusichern, dort besonders hoch. Perspektivisch wollen wir überall in Deutschland handlungsfähig sein.
Viele lokale Initiativen leisten hervorragende Arbeit, verfügen aber weder über große Rücklagen noch über eigene Fundraising-Strukturen. Gleichzeitig können politische Entscheidungen ihre Finanzierung sehr schnell gefährden. Der Fonds verbindet deshalb bundesweite Aufmerksamkeit und Solidarität mit konkreter finanzieller Unterstützung.
Manche können das. Viele kleinere Initiativen haben aber kaum eigene Spender:innenkreise, wenig Fundraising-Erfahrung und nur begrenzte personelle Ressourcen. Gerade in einer akuten Krise müssten sie gleichzeitig um ihre Finanzierung kämpfen und ihre eigentliche Arbeit verteidigen. Der Fonds soll ihnen einen Teil dieses Drucks abnehmen.
Der Fonds ist überparteilich und wird von Mitgliedern und Spender:innen aus dem gesamten demokratischen Spektrum getragen. Der Fonds soll demokratisches Zusammenleben, Gleichberechtigung und bürgerschaftliches Engagement fördern. Wo dieses unter Druck gerät und Fördermittelkürzungen die Existenz dieses Engagements bedroht, springt der Fonds ein – egal, von wem der Druck ausgeht.
Einen Deich baut man, bevor der Sturm tobt. Genauso braucht ein wirkungsvoller Fonds Fördermittel, Unterstützer:innen, Strukturen und Expertise, bevor eine Krise entsteht. Unser Anspruch ist, schnell und wirksam handlungsfähig zu sein, wenn Hilfe gebraucht wird. Darum bitten wir jetzt schon um Unterstützung.
Zunächst bedeutet sie: hinschauen, Öffentlichkeit herstellen und den Menschen vor Ort zeigen, dass sie nicht allein sind. Wenn konkrete Unterstützung notwendig wird, wollen wir aus dieser Solidarität auch finanzielle Hilfe machen. Niemand muss dabei mehr beitragen, als für ihn oder sie möglich ist.
Ja. Der Fonds arbeitet eng mit Organisationen aus Zivilgesellschaft und Philanthropie zusammen. Dazu gehören Förderpartner wie die Robert Bosch Stiftung sowie zivilgesellschaftliche Organisationen wie die Amadeu Antonio Stiftung. Auch Campact und innn.it bringen ihre Erfahrung in Mobilisierung und digitalen Kampagnen ein. Dieser Austausch hilft uns, Bedarfe früh zu erkennen, Erfahrungen zu bündeln und Förderansätze weiterzuentwickeln. Der Fonds bleibt dabei eine eigenständige Organisation mit eigenen Förderentscheidungen und einem klaren Auftrag: demokratische Zivilgesellschaft dauerhaft handlungsfähiger zu machen.
Wir wollen eine dauerhafte Absicherung für demokratische Zivilgesellschaft schaffen, die nicht erst entsteht, wenn es bereits zu spät ist. Unser Ziel ist, den Fonds so aufzubauen, dass er bis 2029 jährlich mehrere Millionen Euro für Vereine und Initiativen mobilisieren kann, die unsere Demokratie tragen.