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Solidarität für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern

Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird die AfD den Umfragen zufolge stärkste Kraft werden. Wir wollen den Menschen, die sich dort für Demokratie und Zusammenhalt einsetzen, zeigen, dass sie nicht allein sind.

Bitte unterzeichne jetzt die Solidaritätserklärung an die Menschen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern:

Die Erklärung

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich sehe, mit wie viel Engagement und unter welch schwierigen Bedingungen Ihr seit Jahren für Gleichberechtigung und Zusammenhalt kämpft. Nach der Wahl könnte es noch schwerer werden. Deshalb möchte ich Euch versichern: Ihr seid nicht allein. Ich stehe an Eurer Seite – vor der Wahl, am Wahltag und in der Zeit danach.
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Wir sind dabei, du auch?
Alle Erstunterzeichner*innen
  • Anna Sagalovskaya, Artist Manager / Agentin für Filmschaffende
  • Annette Frier, Schauspielerin
  • Brigitte Zypries, Bundesministerin a.D.
  • Christian Wulff, Bundespräsident a.D.
  • Daniel Sträßer, Schauspieler
  • Dieter Breymann, Rechtsanwalt/Kulturpolitischer Sprecher CDU MG
  • Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende Deutscher Frauenrat
  • Dr. Laura Dalhaus, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Allgemeinchirurgie, Hausärztin, Handballerin
  • Finn Beutler, Junglandwirt
  • Fridolin Sandmeyer, Schauspieler
  • Ines Geipel, Schriftstellerin
  • Inka Bause, Sängerin und Moderatorin
  • Jennifer Weist, Künstlerin
  • Julius Feldmeier, Schauspieler / Regisseur
  • Leonie Berents, Mental & Business Coach
  • Lilian Boehme, Bekannt als „Klartext mit Lilly“
  • Luisa Neubauer , Klimaaktivistin und Autorin
  • Marco Wanderwitz, Rechtsanwalt, Parlamentarischer Staatssekretär a.D.
  • Marie Bloching, Schauspielerin
  • Matthias Brandt, Schauspieler
  • Michael Succow, Biologe
  • Michaela Röhrbein, Vorständin Sportentwicklung im DOSB e.V.
  • Michel Friedman, Jurist, Publizist, Philosoph
  • Mirko Lange, Gründer Democracy Intelligence gGmbH
  • Mittra Kassai, Oll Inklusiv
  • Natalie Weber, Wirkungsökonomin
  • Natascha Wegelin, Gründerin Madame Moneypenny, Autorin & Finanzexpertin
  • Oke Göttlich, Präsident FC St. Pauli
  • Prof. Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft BNW e.V.
  • Prof. Dr. Susanne Baer, Präsidentin Deutscher Juristinnenbund e.V.
  • Prof. Ulrich Kelber, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit a.D.
  • Ralph Caspers, Autor & Moderator
  • Ralph Ruthe, Cartoonist
  • Rebecca Pap, Stand Up Comedian, Autorin & Podcasterin
  • Robin Blase, Geschäftsführer & Content Creator
  • Roxana Safarabadi, Schauspielerin & Autorin
  • Sebastian23, kreativer Leiter FunFacts, Aktivist, Bühnenkünstler
  • Sigmar Gabriel, Bundesminister a.D.
  • Stephan Kampwirth, Schauspieler
  • Susanne Kolb, Geschäftsbereichsleiterin ZINKPOWER
  • Thomas Krüger, ehem. Leiter bpb
  • Thomas Nicolai, Comedian
  • Vincent Tim, Jurist & Content Creator
  • Wanja Mues, Schauspieler
  • Wendelin Haag, Vorsitzender Deutscher Bundesjugendring

Für die Aufnahme als Erstunterzeichner*in gerne per Mail (kooperation[at]fondsfuerdemokatrie) oder Instagram DM bei uns melden. 

Warum ist das wichtig?

Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt wird die AfD den Umfragen zufolge stärkste Kraft.¹ Sie könnte zum ersten Mal auf Landesebene mitregieren oder sogar die absolute Mehrheit der Landtagsmandate erringen – und damit den Ministerpräsidenten stellen. Für Sachsen-Anhalt würde das bedeuten: kein Geld mehr für Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus, für die Mobile Opferberatung und die Fachstelle Radikalisierungsprävention.² Dabei wird diese Arbeit gerade jetzt dringend gebraucht.

Wie es dann weitergeht, hängt von uns allen ab. In Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD ebenfalls vorne liegt, werden viele engagierte Menschen weiter für ein demokratisches Zusammenleben kämpfen. In Gesprächen mit Initiativen vor Ort höre ich die Sorge, was nach dem Wahlabend passiert. Rechte Gewalt droht weiter zuzunehmen – wer dagegen hält und auf die Straße geht, gerät selbst unter Druck. Wir dürfen niemanden damit allein lassen.

Deshalb sammeln wir Unterschriften für eine Solidaritätserklärung, die den Menschen in den betroffenen Regionen den Rücken stärkt. Jede Stimme, die dazukommt, macht das Bekenntnis größer und die Menschen vor Ort weniger angreifbar. Vorname, bitte sei auch Du dabei und setze jetzt ein Zeichen.

Wo die AfD regiert, nimmt die Gewalt gegen Andersdenkende, gegen queere, migrantische und geflüchtete Menschen zu. Das zeigt sich im thüringischen Sonneberg, wo 2023 der erste AfD-Landrat Deutschlands ins Amt kam. Seither ist die Anzahl rechter Gewalttaten sprunghaft angestiegen. Der Landkreis ist zum Hotspot rechter Gewalt in ganz Thüringen geworden.³

Umso dringender ist es, dass es in den betroffenen Regionen Beratung, Schutz und Unterstützung gegen Rechtsextremismus gibt. Deshalb haben wir den Deutschen Fonds für Demokratie gegründet: Er unterstützt Anlauf- und Beratungsstellen, wenn ihnen die Förderung wegbricht. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben Campact und der Petitionsplattform innn.it auch der ehemalige CDU-Abgeordnete und Ostbeauftragte der Bundesregierung Marco Wanderwitz sowie der frühere Bundesdatenschutzbeauftragte und SPD-Abgeordnete Ulrich Kelber.

Wirksame Solidarität braucht beides: den Rückhalt möglichst vieler Menschen und Geld, damit die Arbeit weitergeht. Für die Mittel sorgt der Fonds. Den Rückhalt gibst Du mit Deiner Unterschrift. Damit wirst Du Teil von etwas Größerem. Wir übergeben die Erklärung den Initiativen vor Ort – als Zeichen, dass sie nicht allein sind. Je mehr Menschen mitmachen, desto stärker ist das Signal.

Auch wenn sich am 6. September die demokratischen Kräfte durchsetzen, bleibt es eng. Solange nach der Wahl kein Haushalt steht, dürfen die Länder oft nur das Nötigste ausgeben; Förderzusagen hängen monatelang in der Luft. Für viele Initiativen entscheidet diese Durststrecke über ihre Existenz. Deshalb setzen wir jetzt ein Zeichen des Zusammenhalts. Sei dabei!

[1] „Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 – Wahlumfragen und Prognosen”, Deutschlandfunk Online, 6. August 2026

[2] „100 Tage für Sachsen-Anhalt”, Sofortprogramm der AfD, eingesehen am 6. August 2026

[3] „Rassistische Gewalt bleibt auf sehr hohem Vorjahresniveau – Landkreis Sonneberg erstmals Hotspot rechtsmotivierter Angriffe in Thüringen”, Pressemitteilung der fachspezifische Gewaltopferberatungsstelle ezra, 10. April 2024

Häufige Fragen

Was ist der Deutsche Fonds für Demokratie?
Demokratie lebt von Orten, an denen Menschen sich begegnen und Verantwortung übernehmen. Wenn diesen Orten die Förderung gestrichen wird, lassen wir die Menschen dahinter nicht allein. Der Deutsche Fonds für Demokratie e.V. sichert, was unsere Gesellschaft zusammenhält: unabhängig, überparteilich, getragen von vielen.
Du gibst ein öffentliches Versprechen, und wir halten Dich auf dem Laufenden: was in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und deutschlandweit passiert und wo der Fonds einspringt. Wenn es soweit ist, melden wir uns und fragen, ob du im Rahmen deiner Möglichkeiten unterstützen kannst.
Nein. Das Versprechen ist zuerst eine Solidaritätserklärung und legt dich auf keinen Betrag fest. „Im Rahmen meiner Möglichkeiten” heißt genau das: Du entscheidest selbst, was für dich möglich ist und auf welche Art du die Menschen vor Ort unterstützt.
Dann ist das die bessere Nachricht. Gebraucht wird der Fonds trotzdem. In Wurzen hat ein Stadtrat z.B. auf Initiative der AfD die Förderung eines Vereins gekürzt, der dort seit über 25 Jahren demokratische Bildungs- und Kulturarbeit macht. Und solange nach einer Wahl kein Haushalt steht, hängen Förderzusagen oft monatelang in der Luft. Für viele Initiativen entscheidet genau diese Durststrecke über die Existenz.
Ein eingetragener Verein, vorläufig als gemeinnützig anerkannt, überparteilich und keiner Partei verpflichtet. Zu den Initiatoren gehören Marco Wanderwitz (CDU, früher Ostbeauftragter der Bundesregierung) und Ulrich Kelber (SPD, früher Bundesbeauftragter für den Datenschutz). Geführt wird der Fonds von Maja Sojref und Nico Ries.