Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird die AfD den Umfragen zufolge stärkste Kraft werden. Wir wollen den Menschen, die sich dort für Demokratie und Zusammenhalt einsetzen, zeigen, dass sie nicht allein sind.
Bitte unterzeichne jetzt die Solidaritätserklärung an die Menschen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern:
Liebe Freundinnen und Freunde,
Annette Frier
Schauspielerin
Bild: Valeria Mitelman
Christian Wulff
Bundespräsident a.D.
Bild: Laurence Chaperon
Dr. Laura Dalhaus
Fachärztin für Allgemeinmedizin, Allgemeinchirurgie, Hausärztin, Handballerin
Bild: Podcastpiraten
Ines Geipel
Schriftstellerin
Bild: Gaby Gerster
Marco Wanderwitz
Rechtsanwalt, Parlamentarischer Staatssekretär a.D.
Bild: Marco Wanderwitz
Oke Göttlich
Präsident FC St. Pauli
Bild: FC St. Pauli
Prof. Dr. Katharina Reuter
Geschäftsführerin BNW e.V.
Bild: Caro Hoene
Sigmar Gabriel
Bundesminister a.D.
Wendelin Haag
Vorsitzender Deutscher Bundesjugendring
Bild: DBJR
Für die Aufnahme als Erstunterzeichner*in gerne per Mail (kooperation[at]fondsfuerdemokatrie) oder Instagram DM bei uns melden.
Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt wird die AfD den Umfragen zufolge stärkste Kraft.¹ Sie könnte zum ersten Mal auf Landesebene mitregieren oder sogar die absolute Mehrheit der Landtagsmandate erringen – und damit den Ministerpräsidenten stellen. Für Sachsen-Anhalt würde das bedeuten: kein Geld mehr für Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus, für die Mobile Opferberatung und die Fachstelle Radikalisierungsprävention.² Dabei wird diese Arbeit gerade jetzt dringend gebraucht.
Wie es dann weitergeht, hängt von uns allen ab. In Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD ebenfalls vorne liegt, werden viele engagierte Menschen weiter für ein demokratisches Zusammenleben kämpfen. In Gesprächen mit Initiativen vor Ort höre ich die Sorge, was nach dem Wahlabend passiert. Rechte Gewalt droht weiter zuzunehmen – wer dagegen hält und auf die Straße geht, gerät selbst unter Druck. Wir dürfen niemanden damit allein lassen.
Deshalb sammeln wir Unterschriften für eine Solidaritätserklärung, die den Menschen in den betroffenen Regionen den Rücken stärkt. Jede Stimme, die dazukommt, macht das Bekenntnis größer und die Menschen vor Ort weniger angreifbar. Vorname, bitte sei auch Du dabei und setze jetzt ein Zeichen.
Wo die AfD regiert, nimmt die Gewalt gegen Andersdenkende, gegen queere, migrantische und geflüchtete Menschen zu. Das zeigt sich im thüringischen Sonneberg, wo 2023 der erste AfD-Landrat Deutschlands ins Amt kam. Seither ist die Anzahl rechter Gewalttaten sprunghaft angestiegen. Der Landkreis ist zum Hotspot rechter Gewalt in ganz Thüringen geworden.³
Umso dringender ist es, dass es in den betroffenen Regionen Beratung, Schutz und Unterstützung gegen Rechtsextremismus gibt. Deshalb haben wir den Deutschen Fonds für Demokratie gegründet: Er unterstützt Anlauf- und Beratungsstellen, wenn ihnen die Förderung wegbricht. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben Campact und der Petitionsplattform innn.it auch der ehemalige CDU-Abgeordnete und Ostbeauftragte der Bundesregierung Marco Wanderwitz sowie der frühere Bundesdatenschutzbeauftragte und SPD-Abgeordnete Ulrich Kelber.
Wirksame Solidarität braucht beides: den Rückhalt möglichst vieler Menschen und Geld, damit die Arbeit weitergeht. Für die Mittel sorgt der Fonds. Den Rückhalt gibst Du mit Deiner Unterschrift. Damit wirst Du Teil von etwas Größerem. Wir übergeben die Erklärung den Initiativen vor Ort – als Zeichen, dass sie nicht allein sind. Je mehr Menschen mitmachen, desto stärker ist das Signal.
Auch wenn sich am 6. September die demokratischen Kräfte durchsetzen, bleibt es eng. Solange nach der Wahl kein Haushalt steht, dürfen die Länder oft nur das Nötigste ausgeben; Förderzusagen hängen monatelang in der Luft. Für viele Initiativen entscheidet diese Durststrecke über ihre Existenz. Deshalb setzen wir jetzt ein Zeichen des Zusammenhalts. Sei dabei!
[1] „Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 – Wahlumfragen und Prognosen”, Deutschlandfunk Online, 6. August 2026
[2] „100 Tage für Sachsen-Anhalt”, Sofortprogramm der AfD, eingesehen am 6. August 2026
[3] „Rassistische Gewalt bleibt auf sehr hohem Vorjahresniveau – Landkreis Sonneberg erstmals Hotspot rechtsmotivierter Angriffe in Thüringen”, Pressemitteilung der fachspezifische Gewaltopferberatungsstelle ezra, 10. April 2024