Jugendclubs, Bildungsträger, Beratungsstellen und Kultur- und Nachbarschaftszentren tragen unser Zusammenleben. Tag für Tag. Doch die Finanzierung dieser wichtigen Arbeit aus öffentlichen Mitteln steht zunehmend auf der Kippe oder wurde bereits gestrichen.
Der Fonds springt ein: dank Spenden aus dem ganzen Land, die dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Die AfD will Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt kaputtkürzen: Ihr 100-Tage-Plan sieht vor, im Fall einer Regierungsbeteiligung die Landesmittel für diese Stellen komplett zu streichen.
Demokratie-Projekte verlieren Ende 2026 frühzeitig ihre Förderung aus dem Bundesprogramm “Demokratie leben!”.
Parlamentarische Anfragen gegen Vereine
und Demokratie-Projekte allein 2025: statistisch eine pro Werktag.
Vereine äußern sich aus Sorge um
ihre Gemeinnützigkeit nicht mehr frei.
Wir analysieren, welche Vereine und Initiativen besonders wichtig und besonders bedroht sind. Etwa weil sie Menschenleben schützen oder die einzige Anlaufstelle weit und breit sind. Die Fördermittel des Fonds gehen dorthin, wo sie den größten Unterschied machen. Aktuell liegt der Fokus auf Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo am 6. und 20. September gewählt wird.
Anlaufstellen zum Opferschutz und der Radikalisierungsprävention, Jugendclubs und Träger politischer Bildung haben einzigartige Expertise und erreichen Menschen im ganzen Land. Ihre Büros, Beratungsstellen und Mitarbeitenden sind das Rückgrat unseres Zusammenlebens. Darum sichert der Fonds Strukturen und übernimmt, was den Betrieb trägt: Miete, Personalstellen, laufende Kosten.
Dank Spenden aus dem ganzen Land kann der Fonds im Ernstfall schnell und unbürokratisch Hilfe leisten und Vereine und Initiativen stabilisieren. So haben die Menschen vor Ort die Sicherheit, dass das Engagement weitergehen kann – egal, wie die Wahlen ausgehen.
Es gibt viele Menschen, die sich mutig und entschlossen für ein nachbarschaftliches Zusammenleben, für Gleichberechtigung und gegen Ausgrenzung einsetzen.
Ihnen soll der Fonds den Rücken stärken, in einer Zeit, in der es ihr Engagement dringend braucht.
Pascal Begrich, Geschäftsführer Miteinander e.V.:
Allen Anfeindungen zum Trotz: Seit 1999 steht Miteinander e.V. für Engagement gegen Rechtsextremismus. Bis heute unterstützen sie Opfer rechter Gewalt, beraten Eltern und arbeiten in der Radikalisierungsprävention im Strafvollzug. Diese Arbeit ist nun akut gefährdet, weil die AfD Sachsen-Anhalt sämtliche Landesmittel streichen möchte.
Anne Lorber, Geschichtslehrerin:
Sie wird angefeindet, weil sie mit ihrer Klasse über die Verbrechen des Nationalsozialismus spricht, mit ihnen zu Gedenkstätten fährt, sie zum Nachdenken ermuntert. Die Geschichtslehrerin aus der Altmark wünscht sich:„Dass uns mehr Leute aus den Großstädten besuchen und uns Kraft schenken. Damit wir weitermachen und nicht den Mut verlieren.“
Bettina Schlauraff, Regionalbischöfin Magdeburg:
Organisiert Diskussionen und hört zu. Sie möchte verstehen, warum Menschen die AFD wählen, und hält doch klar dagegen. Liebe ist, was uns verbindet, sagt sie; der Hass aber zerstört unsere Gemeinschaft.
Christian Scharf, Leiter der
Europäischen Jugendbildungsstätte Madgeburg:
Aus der früheren Villa eines Zuckerrüben-Barons hat er ein europäisches Begegnungszentrum gemacht, das erste Haus seiner Art in Ostdeutschland. Hier treffen sich Jugendliche aus ganz Europa, um die Demokratie zu feiern und Pläne zu machen für eine bessere Welt.
Detlef Eckert, Sportlehrer:
Der Sportlehrer und paraolympische Ausnahmesportler setzt sich seit vielen Jahren für die Inklusion behinderter Menschen ein und engagiert sich in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt. Er warnt: „Dafür werden wir wohl keine Gelder bekommen, wenn die AFD regiert. Was wir Erinnerungsarbeit nennen, ist für die AFD Schuldkult.“
Die AfD liegt in allen Umfragen vorn. Falls sie in die Regierung kommt, will sie den Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt, den Workshopangeboten gegen Diskriminierung an Schulen und vielen weiteren Initiativen die Landesmittel zu streichen. In Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD Ähnliches angekündigt.
Unterzeichne die Solidaritätserklärung, um zu zeigen, dass wir die Menschen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern nicht allein lassen.
Der Newsletter zeigt dir, welche Initiativen gerade akut bedroht sind, was der Fonds tut, und wo du sonst noch helfen kannst. Das ist unser wichtigster Kanal für alle, die uns langfristig begleiten wollen.
Politische Geschäftsführung:
Kommunikation, Netzwerke und Förderung.